An dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, daß ich mich noch immer nicht zu einer übersichtlicheren Darstellung des doch recht verwickelten Stoffs habe aufraffen können, der in den letzten fünf Folgen zum Webseitenverbund enthalten ist. Das ist eine Frage der Zeit, zum einen und des Fleißes, zum andern. Zeit habe ich in erfreulichem Maß zur Verfügung, jedenfalls bis zum nächsten Auslandsauftrag, aber ich neige von Haus aus zur Faulheit. Übersichten, Zusammenfassungen, möglichst noch graphisch aufbereitet, gehören zum Anstrengendsten. Ich möchte viel lieber historische Arbeiten zur NS-Zeit lesen oder alte Reichsbahnkursbücher - die ewige Didaktik und Pädagogik im unübersichtlichen Feld unseres Berufs hängt mir zum Halse heraus. Darf man das sagen?
Trotzdem will ich mich nach dem Mittagessen in der Universität, moralisch gestärkt durch das unternehmungslustige junge Volk in Mensa und Caféteria, an die Übersichtstafel machen. Hoffentlich ohne dann in jene akademischen Höhenflüge abzuschwirren, durch die mich Pardun und RFMeyer gestern zur Verzweiflung gebracht haben. Wer soll das verstehen? Mein armer alter Kopf kommt da nicht mehr mit.
Ich halte es mehr mit der Praxis und versuche überdies, deutsch zu schreiben (nicht böse werden, lieber Kollege Pardun). Ich muß mich ziemlich am Riemen reißen, um nicht eine Karl-May-Persiflage mit Parduns Vorstellung vom Antiquariat zu schreiben - könnte es sein, daß in Radebeul der Geist von Karl May webt und wirkt, jenes Dichters, der mir vor allem vom "Waldröschen" und von den "Himmelsgedanken" her vertraut ist, sapienti sat...
Vielleicht bin ich unfair und nehme Pardun einfach nur übel, daß er Gemeinschaftsarbeit o h n e die Gemeinschaft leisten will und keine Notiz nimmt von der Wirklichkeit in unserem Gewerbe? Da war mir Stormchen mit seinem Antiquariats-Anzeiger aber hundertmal lieber. Wo bleibt Kollege Paulitz - wir rufen Sie!
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Wir sahen, daß ein wichtiger Gesichtspunkt im Webverbund das großzügige, nahezu freie Einstellen von großen, aussagekräftigen Fotos sein wird. Bei Konvoluten kann die Fotografie umständliche, mühsame Titelaufnahmen ganz ersetzen, wenn nur die richtige Strategie angewendet wird, vor allem der A3-Scanner und/oder die scharfe, gute Pixelkamera können Wunder wirken. Zur Visualisierung des Antiquariats der Zukunft im Netz gehört aber auch die Ablichtung seltener, teurer Titel, die vielleicht sogar systematisch von der Einzelseite des Antiquars aus zur Versteigerung angeboten werden können. Dazu bei Gelegenheit mehr, denn natürlich müßte mit den berufsfremden Bücherportalen auch das Gewerbe der Auktionshäuser vom Webverbund übernommen werden. Der Antiquar im Webseitenverbund wird sein eigener Versteigerer, wenn eine Zentralseite, die auf sein Angebot verlinkt, entsprechend eingerichtet ist. Auch weil er so eine qualifizierte Kundschaft auf seine Webseite locken kann, die er ohne hochpreisige Titel nur mit Mühe kontaktieren könnte.
Steht das Foto, die Bildergalerie im Mittelpunkt der Antiquariatsdarstellung im Netz, dann muß eine
*einfache und zugleich qualitativ hervorragende Fototechnik
zur Verfügung stehen. Wir sprechen hier weniger vom Aufnahmegerät - hier wird ein hochwertiger, schneller A3-Scanner auf die Länge unentbehrlich sein - als von der Weiterverarbeitung des erstellten Fotos bzw. Scans.
Nach ausgedehnten Versuchen und Erprobungen bin ich, obschon alter IRFAN-Anhänger, bei der neuen Version von PICASA angekommen und halte Picasa in Verbindung mit dem Picasa-WEBALBUM für das mit Abstand am besten geeignete Bildverarbeitungssystem immer dann, wenn der Antiquar große, aussagekräftige Bilder in seine eigene Webseite einstellen will.
Der Weg dorthin ist zwar gratis (allenfalls berechnet Google geringfügige Hostgebühren in der 10-Euro-Gegend), aber wie bei allen Bildverarbeitungen geht die Chose unter ein bis zwei Stunden Einarbeitung nicht ab.
Sie melden sich bei Google an, sonst läuft bekanntlich gar nichts. Dann laden Sie sich Picasa auf den Apparat hoch, niemals von einer CD, sondern immer direkt aus dem Netz. Studieren Sie die Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. In der Praxis brauchen Sie meist nur die automatische Bildoptimierung, das Beschneiden und die Verkantung nach links oder rechts. Also nicht anders als bei anderen guten Bildbearbeitungen (leider auch nicht einfacher).
Das Einladen Ihrer neuerstellten Fotos/Scans in/nach Picasa ist sehr schlecht gelöst, bis mans einmal verstanden hat, ist man Großvater. Sie müssen sich da durchbeißen. Um so einfacher ist dann das Hochladen in Ihr Picasa-Webalbum. Ich sage nur: Vergessen Sie Flickr... die Picasa-Webalben sind traumhaft gut organisiert, wollen freilich auch erkundet sein.
Nun kommt das Wichtigste: Sie finden etwas versteckt unter "Link zu diesem Foto" ein Klappmenu, das Sie je nach gewünschter Bildgröße einstellen und dann als HTML-Sequenz abkopieren können. Diese Sequenz fügen Sie dann in Ihre Webseite ein. Eine Sequenz sieht z.B. so aus: (> und < und http sind durch ... ersetzt)
...table style="width:auto;"......tr......td......a href="...://picasaweb.google.com/lh/photo/b_1UOtDmGqxX2YHZX5RUSw?feat=embedwebsite"......img src="...:https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhbFOVstIA6q2wiu6H8_ar72_xbARdvzmUDz9lS_hJjJ3Pg_Q-vjfOlZa16O5Ta-wuUdS6bbblEmsD1-LOcAPS3f4ViAGd5F74SlxDqpDGoy6bDZrcvyxLcn4fl2o2SQDA8-THTLODu_iCA/s800/a031.jpg" height="551" width="800" /....../a....../td....../tr......tr......td style="font-family:arial,sans-serif; font-size:11px; text-align:right"...Von ...a href="...://picasaweb.google.com/mulzerbooks/20101204?feat=embedwebsite"...2010-12-04.../a....../td....../tr....../table...
Es gibt keine bessere, stabilere, komfortablere Einbindung von Bildern in unsere neuen Webseiten!
Hier ein beliebiges Webseitenbild, ganz unbearbeitet eingestellt:
Sehen Sie sich ruhig mein Webalbum an, die Fotos sind freilich alle für flüchtige Ebay-Einträge erstellt worden, ich habe keinem Scan mehr als 30 Sekunden Zeit gewidmet. Fotos/Scans für Ihre Webseite werden Sie natürlich weitaus besser und sorgsamer fertigen.
Nun kommt das Wichtigste: Sie finden etwas versteckt unter "Link zu diesem Foto" ein Klappmenu, das Sie je nach gewünschter Bildgröße einstellen und dann als HTML-Sequenz abkopieren können. Diese Sequenz fügen Sie dann in Ihre Webseite ein. Eine Sequenz sieht z.B. so aus: (> und < und http sind durch ... ersetzt)
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Es gibt keine bessere, stabilere, komfortablere Einbindung von Bildern in unsere neuen Webseiten!
Hier ein beliebiges Webseitenbild, ganz unbearbeitet eingestellt:
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| Von 2010-12-04 |
Sehen Sie sich ruhig mein Webalbum an, die Fotos sind freilich alle für flüchtige Ebay-Einträge erstellt worden, ich habe keinem Scan mehr als 30 Sekunden Zeit gewidmet. Fotos/Scans für Ihre Webseite werden Sie natürlich weitaus besser und sorgsamer fertigen.
Der Weg zum Webseitenverbund führt über die Darstellung und Einübung von einer Reihe von Schritten, die j e d e r Kollege nachvollziehen kann. Braucht er diese einfachen Crashkurse nicht, umso besser. Aber wenn der Antiquar sich endlich sein Gehäuse im Web bauen und einrichten will, wenn er sich befreien soll aus der Einzeltitelfron und der Datenbankgefängnissen, damit er im besten Sinn selbständig werden kann, dann müssen wir solche Fertigkeiten in den Mittelpunkt des antiquarischen Lehrstoffs stellen. Das ist auch eine Revolution, aber nicht die einzige, die dem Antiquariat bevorsteht, wenn es überleben will.

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